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Bodenseewoche 2012

unser erster Start nach ORC Rating

Die Bodenseewoche ist eine alte Veranstaltung - Anfang des letzten Jahrhunderts hat es erstmals ein Yacht- und Bootstreffen in Konstanz gegeben, bei dem es neben dem "sehen und gesehenwerden" auch um den sportlichen Wettstreit ging.

2009 wurde die Veranstaltung wieder neu gestartet und findet seitdem jährlich statt.

Für die Moderne - die Ausschreibung

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Die Regatten finden von Freitag bis Sonntag auf 5 Bahnen im / vor dem Konstanzer Trichter statt. Teilnehmen können alle Traditionsklassen (Schärenkreuzer, Nationale Kreuzer, Lacustre, Drachen, J- Jollen und alle traditionsklassen nach Yardstick) sowie die modernen Yachten, Sportboote und Kats nach ORC Vermessung.

Es sollen bis zu 8 Regatten gesegelt werden.

Ohne Wind funktioniert auch ORC nicht!

Es sollen 8 Wettfahrten gesegelt werden. In der Realtität wurden für uns drei Wettfahrten draus - was den Durchschnittspreis pro Regattastart schon ziemlich in die Höhe treibt....

Am Freitag war eigentlich guter Segelwind - aber Freund Äolus war ein wenig flatterhaft und pendelte und drehte um teilweise 30 Grad, so daß wir zwar das Setzen der Bojen beobachteten, es aber zu keinem Start - bei 3 Bft !  - kam. Das hat einige schon ziemlich aufgeregt. Die einzige Wettfahrt startete noch bei diesen Windgeschwindigkeiten, aber die Zeit war eigentlich schon abgelaufen, denn es wurde zusehends flauer.

Hier wird das Segeln dann zur Lotterie: Entweder die schnellen Schiffe sind auf und davon, und man selber steht in der Flaute (Wind stellt einfach ab) oder das Feld der schnellen wird von den langsamen wieder eingeholt (Wind macht "nur" Pause und kommt dann wieder.

Regattaleiter ist ein undankbarer Job. Bei diesen Drehern zu starten gibt unweigerlich Gebrüll am Start - und auch Crashes. Nicht starten trotz Wind ist auch doof.

Anyway, wir sind in der ersten Wettfahrt 11 - 13 Minuten später im Ziel gewesen als das vor uns liegende Feld - weil der Wind einfach abstellte.

Tag 2 - Wettfahrt 2

Bei der Samstagswettfahrt ist es für uns im Nachhinein die einzige Regatta, aus der wir überhaupt Rückschlüsse auf unser Rating oder unser Segeln ziehen können. Denn immerhin waren die Bedingungen für alle gleich: wenig Wind - aber die ganze Zeit. 

Zwischen dem Sieger und der roten Laterne liegen hier 3,5 Minuten  nach berechneter Zeit bei einer Regattadauer von 1 3/4 Stunden. Das ist eng. Kleinste strategische Fehler und unsauberer Bootsmanöver machen sich da schon sehr bemerkbar.

Wir sind mit der zweiten Regatta sehr zufrieden. Nicht vom Rang (6. von 9 Startern), aber uns trennt nur eine Minute von den weiter vorne liegenden Booten. Das ist mit Training und zwei anderen strategischen Entschedungen lösbar.

Bahnabkürzung?

Wettfahrt, die dritte

Nach dem Zieleinlauf ging es sofort wieder an den Start zur dritten Wettfahrt der Bodenseewoche. Wind war wieder da, wir hatten einen super Start, konnten auch schnell in den freien Wind, haben immer zum richtigen Zeitpunkt gewendet, alle Dreher in die richtige Richtung mitgenommen. Trotz viel Verkehr an der Luvtonne nicht allzulang festgesteckt.

Und warum, fragt Mensch sich kann der Mann keine Bahnabkürzung machen? Bei sicht- und fühlbar nachlassendem Wind müssen "die Kleinen" zwei Mal um den Kurs, die Großen dreimal. Bahnabkürzung ist doch keine Schande!

Insofern: Wir haben uns ins Ziel gehungert, so richtig regulär waren die Bedingungen nicht. Einige haben das dem Regattaleiter bei der Zieldurchfahr auch recht unmissverständlich gesagt.