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Graf Zeppelin Regatta Friedrichshafen

Der flügellahme Zeppelin

Die GZR 2014

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Mann Timo. Freitags: 22-25 Knoten West. Sonntag: 20-31 Knoten West.

Und Samstag? NÜSCHT! Niente. Null. Nada.

Okay, der Wettfahrtleiter kann wirklich nichts fürs Wetter, sein wir mal fair. Aber hüppeln bei maximal 7 Knoten Wind macht auch nicht wirklich Spaß. Wir hatten immerhin die ganze Zeit gutes Wetter (sprich: Sonnenschein) und auch eigentlich gute Laune.

In Kurrzform: Start 1,5 Stunden später, Auslegetonne auch noch irgendwo, wo man kaum hinkommt, dann ein wenig die große Genua der Sonne ausgesetzt, später mal ein wenig Spinnaker gefahren. Bis zur Wendemarke (Bahnverkürzung).

Dann müssen wir aber noch zurück - ein Fakt, den Kollege Mit-Teilnehmer A.T. aus H am N leider vergaß, ;-)  - und das geht auch eigentlich halbwegs gut, aber leider stellt 1 Meile vor dem Ziel der Wind völlig ab, und zwar für eine ganze Stunde.

Und es passiert, was zu befürchten war: Die hinter uns liegenden Mitstreiter (-leider?) bekommen den Schiebewind zuerst, und schwupp, ist das eigentlich gute Ergebnis dahin.

Wir sind vorletzte.

Graf Zeppelin Regatta 2012 (25.-27.5.12)

Diesmal mit Wind - 2 Wettfahrten

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Am Freitag vor der Regatta war mal wieder Bise angesagt, laut Windfinder im Mittel mit 15-18 Knoten, in Boen 22. Wir sind in Konstanz losgefahrem und hielten uns auf enem Amwindkurs am Schweizer Ufer, grober Kurs bei 110°. Segel: volles Groß und die Dacron 110% Genua, den Windbedingungen angepasst. Zwischen Utwil und Romanshorn legte der Wind dann zu und drehte weiter Richtung Nord, so daß wir langsam hochziehen konnten.

Die Spitzen-Boen waren um die 25 Knoten und durch die größere Breite des Sees hier (mehr Fetch) auch die Wellen höher. Wind nahm noch zu, die maximale Windgeschwindigkeit haben wir mit 37 kn gemessen. Windmessanlagen sind Fluch und Segen...

Refferei. In diesem Frühjahr sehr oft

In diesem Frühjahr haben wir häufig viel Wind gehabt und sind froh über unser Einleinenreff, daß wir auch häufig genutzt haben. Wir machen das mittlerweile ohne große Kursänderung: Das Vorsegel bleibt stehen und das Groß geht so weit auf, daß es gerade noch ohne zu killen steht. Dann wird das Fall aufgemacht und gefiert und gleichzeitig die Reffleine vom Cockpit aus durchgesetzt. Danach das Fall wieder, Schot wieder dicht und weiter gehts.

Ist bei unserer bei weitem einfacher als ein Vorsegelwechsel.

Auf der Fahrt nach FN hatten wir dann bei Wind > 22 kn im Mittel eben dieses Reff im Groß.

In Friedrichshafen angekommen, haben wir uns einen Anleger gegönnt, und Axel mit seiner Madame (Dänischer Königskreuzer) begrüßt und noch was gegessen.

Der BSB Hafen ist im hinteren Teil arg flach und voller Schlingpflanzen (Pegel: 300) und im Fährhafen ist steuerbordseitig beim Einfahren auch Vorsicht geboten: Sandbank. Abends haben wir uns noch gemeldet und die Segelanweisung nach Auffälligkeiten untersucht. Und einige gefunden.

Samstag morgen ging es dann los, bei leichtem Wind wurde der Kurs Richtung Immenstaad mit einer Auslegetonne angegangen, wir haben uns aus dem Gewühl am Startschiff herausgehalten, damit zwar eineige Höhenmeter verschenkt, dafür aber weniger Stress und freien Wind gehabt. In Lee von uns: Die Varianta namens "Tigerente" das diesjährige Yardstickwunder, gesegelt von Christian Hamma. Den kenne ich von North Sails Bodensee - er ist der Segeldesigner dort.
Das erste Leg war eine Kreuz mit Holeschlägen um die 340°, immer auf das Land zu, die Strecker gingen dan hinaus auf den See. Und der Wind? Der nahm beständig ab. Es hat sich als vorteilhaft erwiesen, die vela bei den Windverhältnissen nicht so zu pressen, sondern lieber etwas offener mit mehr Geschwindigkeit zu fahren, was insbesondere bei den Kursschiffwellen vorteilhaft ist. Sieht aber im Vergleich nie so klasse aus: Die Wagner 970 oder First 27.7 mit Code 0 laufen mehr Höhe und lassen sich aufgrund der höheren Masse (3t) auch nicht von Wellen aus dem (Leichtwind)konzept bringen

Zweite Wettfahrt: Sonntag, 27.5.12

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Die zweite Mittelstrecke nahm dann am Sonntag mit wesentlich weniger Wind seinen Lauf. Am Start gab es ein wildes Gebrüll, weil mal wieder einige versuchten, sich dicht am Startschiff über die Linie zu mogeln - da aber wie immer kein Platz war.

Wir starteten etwas tiefer und gingen auf die Kreuz in Richtung des Auslegetores (etwas verwirrend, die Segelanweisungen), um dann gen Nordwesten aufzukreuzen. Wir waren recht gut dabei und haben die Vela unter Genua 1 auf guter Geschwindigkeit gehalten. An der Wendemarke waren wir an zweiter Position. Dann ging es auf einem immer spitzer werdenden Spikurs in Richtung Langenargen. Wir haben überlegt, mit mehr Speed etwas tiefer als die Tonne anzuliegen und den Rest dann mit der Genua hochzuziehen, aber der Wind flaute ab und die Sorge bestand, daß wir vor dieser Tonnen steckenbleiben. Also fuhren wir unseren beliebten AmwindSpi, immer mit dem Risiko, daß die Blase einfällt.

Das Tonnenmanöver haben wir früh eingeleitet, weil wir ja zu zweit etwas mehr Zeit brauchen, und auf der anschließenden Kreuz habe ich dann den Fehler gemacht, etwas zu tief zu fahren - was uns vor dem Ziel 2 Wenden einbrachte, die leider Zeit kosteten.

Gnädigerweise hatte sich die Wettfahrtleitung entschlossen, uns keine 2 Runden fahren zu lassen - das wäre bei dem abflauenden Wind auch sehr mühsam gewesen.

Ergebnis Graf Zeppelin Regatta

Wir waren eine Viertelstunde (1.WF) beziehungsweise 7 Minuten nach gesegelter Zeit hinter dem erstplazierten Schiff - was für uns total OK ist. Haben wir gut gemacht.
Mein Respekt gehört Patrick Bürke auf der Silvermine, einer Jeanneau Eolia, der beide Regatten solo gefahren ist, am Samstag war das sicherlich großer Sport. Danke an die Organisatoren und die Wettfahrtleitung des SMCF für die Organisation!

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GPS Log GZR

Graf Zeppelin Regatta

das ist das GPS Log der Graf Zeppelin Regatta 2012. Die Bahnmarken liegen ab dem Start ungefähr auf 279° (5,2 nm) vor Immenstaad, die Marke Utwil ist etwa 3,8 Meilen in 179° und der Rückweg hat einen Generalkurs von 060° und ist etwa 5,9 Meilen entfernt.
Für die Laien: Der dritte Bahnschenkel war "gegenan": eine Kreuzstrecke gegen den Wind. Dann stimmt das mit den 5,9 Meilen auch nicht mehr: es werden dann schnell 10. Zusammengerechnet sind die 3 Bahnschenkel etwa 15 Meilen, aber auf unserem Log stehen real gefahrene 24 Meilen.

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Velocitec Speed Log

Noch etwas aus der elektronischen Trickkiste: Die Speed Statistic wertet die bestgefahrenen Streckenabschnitte und auch die Topspeed aus. So schnell hatten wir unsere vela noch nie!