Gedanklicher Ausflug: Nordlicht an Pfützensegler
Als Fischkopp habe ich das Segeln auf den Alpenseen (Bodensee, Chiemsee, Starnberger See etc.) immer eher belächelt: Anspruchsloses Rumgedümpel.
In Kiel gehste morgens auf den Steg, streckst den nassen Finger in die Luft, kalkulierst 3 oder 4 oder 5 Beaufort. Wählst dein Segel und "rock and roll".
Aber warum kommen Segler wie Manfred Curry, Markus Wieser, die Maggs oder Eckhard Kaller - allesamt recht erfolgreich - aus dem Süden, von eben diesen Leichtwindpfützen?
Liegt das etwa an der intensiveren gedanklichen Beschäftigung mit dem Sport, mit Trimm und Taktik - an der sportlichen Aufgabe, auch bei wenig Wind schnell segeln zu können? Bei Windstärke vier rumballern kann ja jeder!