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Kirschbecher Regatta YCSi

Immer wieder gerne fahren wir zum Yachtclub Sipplingen, ganz ins letzte Ende des Überlinger Sees. Der Ausrichter des Sipplinger Kirschbechers ist ein kleiner, feiner, netter und familiärer Verein und schafft es immer wieder, unvergessliche Abende zu veranstalten - aber auch die Regatta ist nicht von schlechten Eltern.

Kirschbecher 2012

Nach einem Jahr Pause zählt der Kirschbecher wieder zur Bodensee Jahreswertung - für die Kurzstreckenmeisterschaft.

Kurz vor dem 4. August 2012 hat Ivo Gonzenbach auch noch gemeldet, daß der Bodensee Seglerverband wieder die Schirmherrschaft über die Serie übernommen hat. Mein Wunsch wäre es, wenn sich alle Wettfahrleiter der Regattaserie dessen bewußt sind, und auch alle gemeldeten Teilnehmer ihre Schiffe korrekt beim Yardstickauschuß anmelden würden.

Anyway: Das war nur ein Ausflug.
Für uns lief es am Kirschbecher recht gut, in der ersten Wettfahrt konnten wir nach einem guten Start recht schnell auf die rechte Seite des Kurses wenden und wurden nicht von der Flautenzone am Sipplinger Osthafen gefangen. Die vela lief bei 6 Knoten Wind recht schön, mit gutem Kreuzwinkel bei großer Genua. So langsam haben wir es raus, und nach leichten Modifikationen an der Genuaschot klappen die Wenden jetzt auch ohne die früheren Haker, die so viel fahrt gekostet haben. Das Feld zog sch auf der Kreuz schon gut auseinander, einige haben versucht, zu pressen, aber das ging auf Kosten der Geschwindigkeit - und so waren wir erste an der Luvbahnmarke, zogen an der Ablauftonne den Spi. Die Halsen bzw. Schiften gingen auch recht geschmeidig, und ohne Fahrtverluste  - und so mußten wir nur noch Frau Bucher (vom LRA FN & die Jury) fragen, wo wir denn ins Ziel fahren müssen. Nachdem die Diskrepanz zwischen Kursskizze und Realität auch geklärt war, waren wir erste im Ziel - und auch erste nach berechneter Zeit. SUPI!

Die zweite Wettfahrt begann mit einem Positionsfehler am Start, ich hatte ein Boot zu dicht in Luv, das mich lange daran gehindert hat, auf die rechte Seite zu kommen. Und das hat unscs dann richtig Plätze gekostet, weil und in der Wettfahrt leider die Monas aus Sipplingen berechnet auf den dritten Rang geschoben hat. Die Monas ohne Spi, auf der Kreuz gigantisch Höhe laufend, und runter: Das war mehr treiben als Segeln, weil der Wind inzwischen abgestellt hatte.

Somit: Platz 2 gesamt, hinter der Leni von August Hamm.

Und warum, warum sind die Samstag abende in Sipplingen immer so fröhlich? Tja, geneigter Leser: Dann kommt dich selber mal nächstes Jahr. Come and find out.

Danke an das Veranstalterteam vom YCSi: Ihr macht das klasse, und wenn es dann nächtes Jahr auch wieder die guten eingelegten Kirschen gibt, ist die Welt ganz ganz ganz in Ordnung.

kirschbecher.jpg

Bahnskizze

Eigentlich sind 2 Up and Down Wettfahrten laut Ausschreibung vorgesehen, bei besonderen Wetterbedingungen kann aber auch eine Mittelstrecke daraus werden (klick auf Bahnskizze). Letzteres haben ich in den letzen 5 Jahren nur ein Mal erlebt.

Eigentlich warten alle auf das eine kurze Windfenster, um die Kurzstrecke durchzuführen. Ist für alle Beteiligten manchmal knifflig und auch nervig - besonders wenn der Wind nach dem Erreichen der Luvbahnmarke abstellt, und man unter Spi aud das Ziel zutreibt.