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Die vela im Winter 08/09

... nach dem Kauf

Wir hatten Bedenkzeit - und die haben wir uns auch genommen. Aber der geneigte Leser und die interessierte Leserin wissen wohl anhand des Umfangs dieser Webseite schon, daß wir die Cross 25 gekauft haben.

Sonst gäbe es diese Webseite wohl nicht.

Die Cross am Kran in Rostock

Kranen und Transport mit dem Trailer nach Stuttgart

Das dritte Mal nach Rostock. Zum Krantermin und der Übergabe der Cross.

Der Kaufvertrag für das Schiff war schon im Vorfeld einige Male hin und her gegangen und unterschriftsreif. Die Cross sollte noch winterfest gemacht werden, bevor sie aus dem Wasser der Warnow geholt wurde, aber sonst war alles "paletti".

Ich fuhr alleine abends von Filderstadt aus los, bis in den frühen Morgen hinein, aber habe mich irgendwo an der Autobahn noch paar Stunden hingelegt, damit ich den anstrengenden nächsten Tag mit Kranen und fahren ohne totale Erschöpfung überleben würde.

Unser Zugfahrzeug ist ein eingerichteter VW Bus, so daß Schlafen auch im Herbst dank Standheizung  möglich ist. Das Anhänger- und Bootsgewicht schafft das Auto ziemlich gut.

Kranaktion in Rostock

Wie unterschiedlich das Kranen doch sein kann!

Das ist nicht negativ gemeint... nur anders. Am Bodensee, und speziell in Altenrhein gibt es sowohl einen Schiffskran als auch einen Mastenkran. Alles clean, alles easy.

In Rostock arbeitet ein antiquarisches Autokranmonster. Mit reichlich schwarzen Ölflecken. Eher Öllachen.

Aber es geht. Hoch mit dem Schiff, einmal gedreht, den Mast aufgelegt und auf dem Trailer abgesetzt. Aber momentmal: Da feht doch die Bugstütze! Die war auf dem Trailerplatz geklaut worden und wir mußten alle Stützen so umsetzen, daß die Cross auf dem Hänger etwas weiter hinten steht. Ohne Schiff wollte ich nun nicht wieder nach Hause fahren.

Das ging soweit ganz gut, und dann ging es los gen Süden, mit einem Zwischenstopp an einer Tankstelle zum Nachzurren und einem kritischen Blick auf die Höhe des Gespanns. Das alles ist verdammt hoch!

Die Heimfahrt nach Filderstadt

Cross 25 - trailerbarer Cruiser/RacerMittags bin ich dann losgefahren, und die Straßen waren nicht allzu voll, nur auf dem Berliner Ring war es etwas voller. Blühende Landschaften heißen in den neuen Bundesländern auch meist supergute Autobahnen, potteneben und gut zu fahren.
Zu merken nach der ehemaligen deutsch deutschen Grenze bei Hof. Da rappelt die Kiste auf den West- Autobahnen schon ziemlich, der Straßenzustand verschlechtert sich merklich.

Ich bin bei Dunkelwerden wieder in Filderstadt und stelle das Gespann erstmal an die Straße und verhole es erst am nächten Tag auf seinen Stellplatz in Steinenbronn bei Ralph Grimmel von Rund ums Boot / Technosail. Mit dem hatte ich abgesprochen, daß das Schiff erstmal draußen steht, und im Laufe des Winters dann auch in die Halle kann, damit ich daran arbeiten kann.

winterlager_leer.jpg

Winterlager 2008

In diesem Winter repariert / neu installiert:

  • Kraftstoffabsperrhahn
  • Tankentlüftung: Rückschlagventil
  • Spi - Barberholer
  • Springklampen
  • Seewasserfilter
  • Fallenumlenker / Organizer
  • 2 zusätzliche Hebelklemmen
  • 2 x 12V Steckdosen
  • Tankanzeige Philippi
  • Außensteckdose 220 V
  • Steckdose / -verbindung Pinnenpilot

Kosten Schiffsunterhalt

Die Kosten für die Instandhaltung sind ja immer ein heiß diskutiertes Thema. Als grobe Faustformel gilt ja 3-5% des Schiffswertes pro Jahr. In unserem Falle wären das irgendwas zwischen 1000 und 1600 Euro. Ohne die Lagerkosten.

Ich denke, daß das schon realistische, eher niedrige Werte sind, denn bei meine Kostenrechnungen rechne ich nie meine eigene Arbeitszeit. Das bisschen Kram da oben sind schon mal über 700 Euro Materialwert. Hinzu kam ein gebrauchter Spi für kurz über 400 Euro und auch ein Werftbesuch bei der Fa. Rapp, die Motorenwartung ( & Abnahme) , Elektroprüfung nach SUVA und die Gasprüfung machte. Bumms, nochmal 900 Euro.

Fazit

Ja, wir sind recht pingelig mit unserem Schiff. Und ja, wir sind Wunschmonster. Und ja, man könnte das billiger machen - oder evtl. gar nicht. Aber dieses Hobby ist ein teurer Sport, wenn man denn ein eigenes Schiff haben will. Und jeder, der behauptet, er käme mit niedrigeren Unterhaltskosten klar, vernachlässigt entweder die Wartung und Instandhaltung oder lügt sich in die eigene Tasche.