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Vergütungssysteme bei Regatten

IMS / ORC / ORC Club / Yardstick ?

Regatta Zeit- Ausgleichssysteme -  Yardstick / ORC / IMS
Ungerechtigkeit oder Faires System?

Vergleich von Schiffen oder Seglern?

Wer ermitteln will, wer der bessere Segler ist (oder die bessere Crew), sollte optimalerweise den Einstieg in eine Einheitsklasse suchen. Das limitiert.
Limitiert wird das Boot selbst, meist auch das verwendete Material, die Segelflächen, Crewgewicht etc. Somit hängt der Erfolg des Bootes von dessen Präparation und technischem Zustand, den Fähigkeiten der Crew und der Regattataktik ab. Einheitsklassen sind im Jollenbereich fast überall zu finden, das geht von den olympischen Klassen bis zu nichtolympischen Einheitsklassen. Wenn die Schiffe größer werden, gibt es die modernen Sportbootklassen wie Melges, Longtse, Onyx oder Esse - oder die älteren Klassen wie das H-Boot oder das Folkeboot.

Für den echten Wettbewerb unter Segeln -ohne Ausreden - ist die einzige Wahl eine kontrollierte One Design Klasse.

Durch die Diversifizierung des Bootsmarktes und neue, moderne Bautechnik, gibt es mittlerweile eine schier undurchschaubare Anzahl an regattafähigen Booten - und die Wahrscheinlichkeit, daß sich die Mindestanzahl für eine Klassenwertung findet, sinkt rapide.

Vergütungssysteme: IMS, IRC, ORC, Yardstick, LYS

Wollen sich unterschiedlche Schiffskonstruktionen in einer Regatta miteinander vergleichen, muß es irgendeine Art von Berechnungs- bzw. Vergütungssystem geben, das einen Vergleichsfaktor angibt.

Damit werden auch die Konstrukteure und Yachtdesigner zu wichtigen und regattaentscheidenden Personen: Sportboote und - Yachten werden in Ausgleichsformeln "hineinkonstruiert".

Yardstick System

Es gibt verschiedenste Systeme, teilweise auch Länder- oder Regionsspezifisch, die Leistungen von Schiffen miteinander zu vergleichen.

Eines der einfachsten Systeme ist das Yardstick System.
Das Motto lautet "so einfach wie möglich -  so gerecht wie möglich". (Quelle: DSV)
Jedem Boote oder Klasse wird eine empirisch vergebene Zahl zugeordnet, die die Leistungfähigkeit des Schiffes widerspiegelt. Die gesegelte Zeit der Regattateilnehmer wird gemessen und mit der YST Zahl zur berechneten Yardstickzeit berechnet. (gesegelte Zeit x 100) / Yardstickzahl = Yardstickzeit
Ähnliche Systeme finden sich in England (Portsmouth Yardstick) oder in Schweden (LYS) als Lidingö Yardstick.

ORC Club - "wissenschaftlich" & ohne Skipper

ORC Club ist 1998 als vereinfachte und billigere Version aus dem bewährten Vermessungssystem IMS hervorgegangen.

Die Berechnung der Ratings (Handicaps) basiert beim IMS/ORC Club System auf dem theoretischen Geschwindigkeitspotential eines Bootes bei verschiedenen Windstärken und Windeinfallswinkeln.

Hier fließen Daten aus der Hydrostatik und Aerodynamik mit ein, woraus auch ein VPP (Velocity Prediction Program), also eine Geschwindigkeitsvorhersage für verschiedenste Windsituationen unter verschiedensten Bedingungen (Welle) ergibt.

Hier am Bodensee ist dieses Zertifikat im ersten Jahr kostenlos; danach kostet das ORC Club Zertifikat 50 Euro pro Jahr.

Für uns ist der Haken an der Sache, daß es keine "Kleinschiff -  Startgruppe" und - Regattabahn gibt. Wir schlagen uns also mit 35 Füßern auf großen Bahnen rum, wären bei der Rund Um in der großen Runde mit dabei und alles Rating ist für die Katz', wenn man die Materialschlacht nicht mitmachen will, die die großen machen.

ORC Club Messbrief

- Muster -

GER2006.pdf

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